Archiv für Dezember 2011


Pink of the dead

26. Dezember 2011 - 16:51 Uhr

Die Feiertage sind fast um und es lagen keine neuen Zombie-Filme unter dem Baum, so dass ich nun selber für Nachschub sorgen muss. Ich wollte meine gewohnte Technik nutzen um die wahren Perlen bei Amazon zu finden. Dabei gebe ich of the dead oder Zombie in der Suchleiste ein, stelle die Kategorie auf Film und TV und sortiere dann anschließend nach Kundenbewertung. Da es keine Möglichkeit gibt, aufsteigend zu sortieren, nehme ich mir dann immer die letzte Seite als erstes vor um die – in meinen Augen – fantastischen Filme zu finden.
Bevor ich eben allerdings auf die letzte Seite navigierte, fiel mir da etwas Merkwürdiges auf.

Das ist schon ein etwas bizarres Tagging-System, das Amazon da nutzt, aber mir soll das Recht sein. Fündig wurde ich nämlich auch so. Einige Filme entsprachen meinem Hauptkriterium, nämlich dem sogenannten Rezensions-L. Dabei sind im Idealfall über 50 Prozent der eingegangenen Rezensionen mit nur einem Stern versehen und die anderen 50 Prozent verteilen sich einigermaßen gleichmäßig auf Ein- bis Vier-Sterne-Rezensionen. Die Rezensionsgrafik zeigt dann ein gelbes L, wie man untenstehend bewundern kann.

Island Of The Living Dead 2006 hat dieses fast perfekte Rezensions-L geliefert, woraufhin er natürlich sofort im Einkaufswagen gelandet ist. Auch Space Of The Living Dead – über den ich glaube ich schon einmal berichtet hatte – entspricht diesem Kriterium.

Eigentlich hatte ich anlässlich des Jahreswechsels etwas in Richtung Maya Zombies 2012 – Kalender of the Dead oder Ähnlichem gesucht aber der Film muss wohl noch gedreht werden.

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Kultur und Zombies

18. Dezember 2011 - 20:51 Uhr

Gerade war ich auf der Suche nach einer Information, wie lange es denn (zum Teufel noch eins) dauert, bis der dritte Band von “Die Toten” herauskommt. Dabei handelt es sich um eine hervorragende Zombie-Comic-Serie. Natürlich ist eine Zombie-Epidemie ausgebrochen (was eigentlich sonst?) und jede Geschichte beleuchtet den Ausbruch in einer anderen Stadt. Fasziniert stellte ich fest, das die Macher ein eigenes Blog haben auf dem sie Neuigkeiten und Specials einstellen.

Genau dort habe ich die gewünschte Information gefunden (kommt bald raus, der dritte Band) und auch noch ein kleines Gimmick in Form eines digitalen Reclam-Hefts. Es folgt eine Geschichte aus meinem Leben zum Thema Reclam-Heft.

Wir sollten auf dem Gymnasium “Kabale und Liebe” von Friedrich Schiller lesen. Dazu musste man sich das Reclam-Heft besorgen, denn es stand ein Test über den Inhalt des Stücks an. Ich hatte also fleißig in dem Reclam-Heft gelesen. Was ich nicht getan habe, war die Geschichte zu verstehen, denn die ist äußerst langweilig. Keiner, nicht mal ein noch so kulturell versierter Mensch, kann mir erzählen, dass Kabale und Liebe eine packende Story ist.
Jedenfalls habe ich damals eine glatte 6 bekommen, weil meine Lehrerin mir nicht glauben wollte, dass ich das Buch gelesen habe. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass ich der einzige war, der das Buch gelesen hat. Alle anderen hatten irgendeine Inhaltsangabe aus dem Internet verinnerlicht und so die Fragen beantworten können. Nehmen Sie sich das mal zu Herzen, Herr Schiller. Keiner findet ihre Bücher lesenswert.

Das war die Geschichte. Jedenfalls habe ich in dem erwähnten Blog folgenden Link gefunden: Kehrwoche of the Dead

Und diese Geschichte ist grandios. Mit wenigen Mitteln und auf noch weniger Seiten wird eine Story von drei Menschen erzählt, die sich im Stuttgarter Fernsehturm treffen, herrliche Erkenntnisse über Maultaschen erzielen und feststellen, dass Stuttgart 21 Schuld an allem ist. Chapeaux, Frau (!) Fearn! Von Ihren literarischen Fähigkeiten sollte sich Herr Schiller mal eine dicke Scheibe abschneiden.

Überhaupt fällt auf, dass klassische Literatur in Kombination mit Zombies attraktiver für den Leser wird. Nicht umsonst gibt es eine Neuauflage von Die Leiden des jungen Werther namens Die Leichen des jungen Werther.

Klingt doch gleich viel interessanter. Und auch die todeslangweilige Geschichte Stolz und Vorurteil von Jane Austen aus dem Jahre 1813 ist als zombifizierte Neuauflage erschienen. Hier kann besonders der lieblos modifizierte Titel glänzen.

Das Original musste ich mal irgendwann im Kino gucken und es war unerträglich. Schön, dass es Leute gibt, die mitdenken und langweilige Geschichten verbessern. Mit großer Freude habe ich gelesen, dass Stolz und Vorurteil und Zombies verfilmt wird. Ich bin gespannt auf die großartige Handlung. Ein Film, den ich mir mit Sicherheit ansehen werde.

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Luna – Smashing Pumpkins

15. Dezember 2011 - 22:26 Uhr

Tätigkeiten wie Wäsche aufhängen und Geschirr aufräumen funktionieren nur dann gut, wenn man laut Musik dabei hört. Nachdem ich ja von der Verkabelung meiner Anlage berichtete und sogar schon meine ganzen CD’s (ja, ich besitze Tonträger zum Anfassen) in meiner Wohnung habe, steht der fröhlichen Hausarbeit also nichts mehr im Wege.
Zum Wäsche aufhängen habe ich mich für Medùlla von Björk als begleitendes Album entschieden. Das Album polarisiert Björk-Fans genauso wie Björk alle Menschen, was grob bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit das Album gut zu finden bei etwa 25% liegt. Dazu gehöre ich.
Zum Geschirr einräumen habe ich dann mal nachgesehen, was sonst noch so da ist an Musik und das gute alte Siamese Dream von den Pumpkins wiederentdeckt. Mit diesem Album hätte ich alle Wäsche der Welt aufgehangen, allerdings war ich schon beim dritten Lied fertig. Den Rest der Zeit habe ich mit Geschenke einpacken verbracht. Der letzte Song auf der Scheibe ist der, der mich umgehauen hat. Ich hatte ihn total vergessen und doch ist es der schönste Lovesongs aller Zeiten, wie ich finde: Luna!

Ich habe mich aus verschiedenen Gründen für diese Live-Aufnahme entschieden. Zum einen, weil sie eine grauenhafte Qualität hat, was bedeutet, dass das Video lange bei youtube online bleibt. Außerdem hat Billy Corgan zu so frühen Zeiten der Pumpkins eine Frisur die in puncto Grauen der Qualität des Videos in nichts nachsteht. Die letzte Besonderheit ist, dass Bassistin D’Arcy weder etwas Durchsichtiges, noch gar nichts trägt. Oder auch einfach: Sie trägt einen Pulli.
Nicht unbedingt alles Vorteile, das gebe ich zu. Aber das macht dieses Blog ja auch so besonders. Studioversionen und zahlreiche (darunter gute) Cover sind bei youtube ebenfalls zu finden.

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loop {sehe();staune();} until (genug gestaunt)

6. Dezember 2011 - 18:48 Uhr

Ich breche gerne Lanzen für verkannte Genies und heute ist KT Tunstall in der Rubrik Musik an der Reihe. Hintergrund ist das folgende großartige Video.

Bei KT Tunstall handelt es sich um eine Künstlerin, von der leider nur zwei Lieder nachhaltig in der Öffentlichkeit gelandet sind (Black Horse & The Cherry Tree und Suddenly I See). Beides sind Hardcore-Ohrwürmer und doch wissen die wenigesten Leute, von wem der Song ist, den sie da die ganze Zeit vor sich hinträllern. Vor ein paar Jahren hat Stefan Raab dann Stefanie Heinzmann im Rahmen einer Casting-Show bei TV Total entdeckt, die in einem ihrer Auftritte dann auch Black Horse & The Cherry Tree performte (nicht mal schlecht, wie ich finde). Daraufhin habe ich den Song gegooglet und bin auf dieses Video gestoßen. Seit dem habe ich den Wunsch, ein Album von KT Tunstall zu besitzen und dazu ist es bis zum vergangenen Donnerstag nie gekommen. Nun bin ich stolzer Besitzer von “Eye To The Telescope” und höre es rauf und runter.

Der Musik-Tipp des Monats heißt also ganz klar: KT Tunstall!

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Quod erat demonstrandum

5. Dezember 2011 - 00:48 Uhr

Entgegen landläufiger Meinung, ich sei ein Nerd, konnte ich soeben auf Spiegel-Online durch den Nerd-Test das Gegenteil beweisen.
Ergebnis: Nur 9 von 20 Punkten.
Erwartet daneben liegt natürlich der Ergebnistext, der behauptet, ich würde facebook und co bequem vom iPhone aus bedienen. Weder besitze ich ein iPhone (oder Smartphone ähnlicher Natur) noch bin ich bei facebook angemeldet. Erstaunt hat mich jedoch der Satz, ich würde über abgedrehte japanische Filme in meinem Blog berichten, denn DAS stimmt in vollem Umfang. Der treue Leser erinnert sich mit Freude über den Artikel “Andersens Alptraum”, der von der japanischen, neu interpretierten Verfilmung von Christian Andersens “Das Mädchen mit den Schwefelhölzern” handelt. Was für ein verrückter Film!
Ein zweites japanisches Meisterwerk über das hier berichtet wurde ist “Tokyo Zombie”, dessen Handlung ich bis heute nicht richtig verstanden habe.
Natürlich ist dieser Test auch in keinster Weise ernst zu nehmen, da er nur die üblichen Kleidungs-Klischees bedient und sich über Verhaltensauffälligkeiten von Informatik-Studenten lustig macht. Die Expertise, die einen richtigen Nerd in diversen wissenschaftlichen Disziplinen ausmacht, wird überhaupt nicht beachtet. Der Test bekommt von mir daher nur 6 von 20 Punkten. Ätsch!

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