Die Windows-Taste – eine Kritik
5. April 2009 - 00:31 UhrEs sind manchmal die kleinen Sachen, die einem überzeugten Linux-Benutzer auffallen. Eine von diesen Sachen ist die Windows-Taste. Wieso hat die eigentlich eine Daseinsberechtigung? Das macht überhaupt keinen Sinn. Privat benutze ich ein “Ultra Flat Metal Keyboard” der Firma “Speedlink” und finde diese Tastatur großartig. Da ich vorher jahrelang auf einem 15-Zoll-Laptop gearbeitet habe, komme ich mit diesen herkömmlichen alten Tastaturen überhaupt nicht zurecht. Die Tasten sind zu hoch und ich vertippe mich ständig. Im Endeffekt benutze ich dann zu 90% die Backspace-Taste, um den ganzen Unsinn, den ich vorher fabriziert habe, wieder zu löschen. Das nervt. Das Problem ist mit meiner jetztigen Tastatur weitestgehend gelöst. Ich vertippe mich zwar nach wie vor, aber im erträglichen Maße.
Das einzige Manko ist, dass ich jedes Mal, wenn ich mich an meinen Rechner setze, auf dieses Windows-Logo starren muss. Ohne jetzt die ewige Betriebssystem-Diskussion vom Zaun brechen zu wollen, stört mich dieses Logo einfach. Es ist eigentlich sogar hässlich. Und da ich diese Taste des Öfteren sogar benutze (im Gegensatz zu ziemlich vielen Windows-Benutzern, die meist nicht mal wissen, wozu die Taste eigentlich da ist), stört mich das sogar doppelt.
Letztens hatte ich mal ein kleines Aspire One-Netbook von Acer in der Mache und da ist (wie bei Netbooks ja so oft) Linux vorinstalliert. Übrigens Linpus Linux, dass sogar überzeugte Linux-User in die Verzweifelung treiben kann, wie ich abschweifend behaupten möchte. Die Macher kommen aus China und ich musste mich ein wenig zusammenreissen als ich letztens auf der CeBit an deren Stand vorbeigegangen bin.
Aber zurück zum Aspire One. Dort, und bis jetzt tatsächlich nur dort, habe ich mal eine Home-Taste gefunden. Das ist dann das gültige Äquivalent zur Windows-Taste. Ein kleines Häuschen ist drauf abgebildet. Man kennt dieses Symbol wenn man mal mit Linux gearbeitet hat. Und obwohl diese Taste ziemlich klein war und eigentlich auch die falsche Farbe hatte, war ich kurz am überlegen, ob ich den Kollegen, dem dieses Netbook gehörte, um dieses kleine Goldstück erleichtere. Ich hab’s dann aus Design-Gründen gelassen, denn obwohl man es sich schwer vorstellen kann, hätte es doch ein wenig komisch ausgesehen, wenn eine zu kleine, schwarze Taste auf meiner schönen silbernen Tastatur das Gesamtbild zerstört hätte. Komischer jedenfalls, als diese ver…ckte Windows-Taste. Und das will schon was heißen.