Kategorie: Computer


Kuriose Sprache

26. August 2010 - 23:22 Uhr

Wenn man sich mit verschiedenen Programmiersprachen befasst, stößt man manchmal auch auf merkwürdige Konstrukte. Die Sprache “Brainfuck” habe ich vor etwa Jahren das erste Mal entdeckt und irgendwie fasziniert sie mich. Das Besondere an ihr ist, dass sie aus lediglich 8 Zeichen besteht, trotzdem aber alle Arten von Berechnungen lösen kann. Richtige Informatiker fangen jetzt mit Touring-Maschinen und endlichen Automaten an. Ich nicht.

Gültige Zeichen in Brainfuck sind (und von daher ist der Name auch Proramm):

.
,
[
]
>
<
+
-

Der Punkt gibt ein Zeichen auf der Standardausgabe aus. Das Komma liest von der Eingabe ein. > und < erhöhen den Zeiger, während + und – den Zeigerinhalt inkrementieren und dekrementieren. Die eckigen Klammern werden für Schleifen benötigt. So gibt der Ausdruck ,[+.] bei einer Eingabe von 0 in der Standardeingabe die folgende Ausgabe:

123456789:;?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWX
YZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{|}~�����
������������������������
������������������������
������������������������
������������������������
������������������������
����

Das ist zwar ziemlich blöd, aber irgendwie faszinierend.

Wer den Titel dieses Blogs auf der Standardausgabe sehen will, gibt das hier:

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
+++++++++++.>+++++++++++++++++++++++++
++++++++++++++++++.>++++++++++++++++++
++++++++++++++++++++++++++++++++.>++++
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
+++++++++++++++++.>+++++++++++++++++++
++++++++++++++++++++++++++++++++++.

mal hier in das Code-Textfeld ein. Weiterlesen tut man dann hier.

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Blendermüll: Halo-Effekt

30. Juli 2010 - 14:29 Uhr

Mich fasziniert das Programm Blender, mit dem man 3D-Grafiken und Animationen erstellen kann. Das Programm ist Open Source (www.blender.org) und für alle Betriebssysteme verfügbar. Bis man seine ersten brauchbaren Ergebnisse erzielt, benötigt man einfach Zeit. Das liegt an dem Zusammenspiel der Komplexität und der Bedienung von Blender. Bei mir stellt sich oftmals der Effekt ein, dass ich mir vornehme etwas zu modellieren, dann geht etwas schief und zum Schluß sieht das Ergebnis zwar gut aus, ist aber in keinster Art und Weise das, was ich haben wollte.

Heute war der Halo-Effekt dran. Das Resultat ist hier zu sehen.

Download: 1920 x 1080 px (1,7 mb) oder Blender-Datei (0,3 mb)

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Massenweise Dateiendungen ändern

1. Juni 2010 - 14:52 Uhr

Mir ist gestern aufgefallen, dass ich bei MobileMe und auch bei anderen Portalen im Internet nicht ohne weiteres Bilder hochladen kann. Ich komme bis zu dem Upload-Dialog, kann dort auf meinen Bilder-Ordner zugreifen, doch der wird als leer angezeigt. Nun ist die Lösung ganz einfach. Meine Kamera speichert die Dateiendung JPG in Großbuchstaben. Ändere ich manuell die Endung von groß in klein, werden die Fotos auch über den Upload-Dialog erkannt. Witzigerweise ein Problem, was anscheinend nur bei Linux-Systemen existiert.
Nun hatte ich keine Lust bei 90 Bildern die Dateiendung zu ändern und entschloss mich zur Programmierung eines kleinen Tools, dass diese Änderung für mich übernimmt. Das Ergebnis ist zwar nicht sonderlich hübsch, aber es funktioniert.

Bildschirmfoto-Dateiendungen ändern

Über “Durchsuchen” kommt man zu einem Dateidialog, der nur Ordner anzeigt. Damit kann man den Ordner auswählen, der die Bilder (funktioniert natürlich auch mit jeder anderen Dateiart) enthält. Das Programm iteriert durch alle Dateien des Ordners und ändert die Endung in jene, die man in das untere Textfeld eingegeben hat. Da dies tatsächlich für alle Dateien im Ordner gilt, sollte man sicherstellen, dass sich keine anderen Dateien in dem Ordner befinden. Es ist zum Beispiel leicht möglich, dass in einem Ordner mit Bildern auch Videos enthalten sind, die mit der Kamera aufgenommen wurden.

Download Quelltext / Ausführbare jar-Datei

Nachtrag:

Ich freue mich über aufmerksame Leser. Der Leser des Monats, Sebastian, hat für die Bourne-Again-Shell (Bash) unter Unix folgendes Kommando herausgefunden, dass das obige Programm vollständig substituiert:

for f in *.JPG; do mv ./”$f” “${f%JPG}jpg”;

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Portal für lau!

17. Mai 2010 - 16:08 Uhr

Vor einigen Monaten hatte ich hier über das Computerspiel “Portal” der Firma Valve berichtet. Hier sei nur kurz angemerkt, dass das Spiel für Windows und Mac (grrrrr) noch bis zum 24.5.2010 auf der Valve-Seite kostenlos zum Download bereitsteht. Notwendig ist dazu eine Registrierung bei Valve, sowie der Download des kostenlosen Valve-Clients. Dieser funktioniert ebenfalls nur unter Windows und Mac (mit Wine ist nichts zu machen, habe ich getestet).
valve_portal

via Stadt-Bremerhaven.de

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Schau dir mal das Foto an…

4. Mai 2010 - 12:55 Uhr

Wer den Satz aus der Überschrift kennt, hatte vermutlich in den letzten Tagen oder Wochen Kontakt mit dem neusten Wurm, der gerade via ICQ durch die Windowswelt schwirrt. Sieht auf den ersten Blick aus wie eine Bilddatei (jpg), entpuppt sich aber bei genauerem Hinsehen als Bildschirmschoner-Datei (scr). Dabei handelt es sich um ausführbare Dateien, die bei unbekannter Herkunft mit Vorsicht zu behandeln sind.
Da der Benutzer aber auf ein vermeintliches Bild hingewiesen wird und zudem der Link von einem Kontakt aus der eigenen Buddyliste kommt, verbreitet sich der Wurm derzeit mit Windeseile.
Eine saubere Lösung erhält man nur durch eine Neuinstallation des Betriebssystems. Der beste Anlaufpunkt für Unbeholfene ist sicher das Forum von Chip.de. Dort ist ein sehr langer Thread zu diesem Thema eröffnet worden, der eigentlich keine Fragen offen lässt.
Wer sich dennoch auf die Suche nach dem Wurm auf seinem Rechner begeben möchte um einer Neuinstallation zu entgehen, muss sich auf einen steinigen Weg gefasst machen. Die Virensignaturen der führenden Hersteller sind derzeit noch nicht zuverlässig, der Wurm ist anscheinend nicht mal vollständig disassembliert.
Zur Hilfe steht dieses Tool: ExeFinder.
Die heruntergeladene Datei kann auf den Desktop kopiert werden. Via Eingabeaufforderung wird dorthin gewechselt und mittels des Befehls

java -jar ExeFinder.jar

ausgeführt. Es listet für jede Partition des Systems jene Exe-Dateien auf, die sich seit dem ersten April 2010 auf dem System befinden bzw. in diesem Zeitraum modifiziert wurden. Von wahllosem Löschen wird abgeraten. Das Tool stellt lediglich eine Hilfe zum Auffinden der komprimittierten Systemprozesse dar. Es werden keine Veränderungen am Dateisystem vorgenommen.
Im Falle der Neuinstallation sei hier noch kurz erwähnt, dass Ubuntu 10.04 “Lucid Lynx” vor wenigen Tagen releast wurde und nicht durch diesen Wurm befallen werden kann. Eine sehr gute Zeit, um über die mangelnde Sinnhaftigkeit eines Windows-Betriebssystems und sinnvolle Alternativen nachzudenken.

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