Bei diesem Titel könnte man einen Artikel über die Vorzüge des richtigen Einkaufens anstelle des öden Internetshoppings erwarten. Darum geht es aber nicht.
Gestern habe ich in der Sendung FAKT auf ARD einen Beitrag gesehen, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Dort ging es um ein Kaufhaus für Hartz IV-Empfänger. Ziel dieses Kaufhauses ist es, ALG 2-Bezieher wieder in die Arbeitswelt einzugliedern. Um dies zu erreichen, wird ein komplettes Kaufhaus simuliert. Es gibt Leute, die vorzugeben einzukaufen. Diese rennen dann mit Einkaufswagen durch die Gänge, laden Artikel ein und fahren zur Kasse. Dort wird das Einkaufsgut gescannt und berechnet. Allerdings wird nicht mit richtigen Euro bezahlt, sondern mit einer Spielgeldwährung. Nach dieser Simulation werden die Artikel wieder ins Lager gebracht (vom simulierten Lagerpersonal) und eingeräumt (simuliertes Einräumpersonal). Alle Vorgänge sind dabei an reale Prozesse angelehnt. Simuliertes Kassenpersonal kann zum Beispiel mit falschem (!) Spielgeld betrogen werden. Dabei wird gestestet, ob das Kassenpersonal den Betrugsversuch bemerkt und wie es reagiert.
Das Verfolgen dieses Beitrages lief bei mir gestern in vier Phasen ab. Phase 1 begann mit Erstaunen. Ich saß (bestimmt) mit offenem Mund vor dem Fernseher. In dieser Phase hat man das RL-Kaufhaus noch nicht richtig verstanden. In Phase 2 ist das Prinzip durchaus verinnerlicht, allerdings hofft man darauf, dass der Beitrag ein Scherz ist. Phase 3 besteht aus der Erkenntnis, dass es KEIN Scherz ist und endet in lautem Lachen. Diese Phase gipfelt im Auftritt von Herrn Maybohm (etwa Minute 3:18). Nicht wegen Herrn Maybohm selber, sondern wegen dem, was er sagt. Die letzte Phase ist geprägt von Fassungslosigkeit, hervorgerufen durch die Nennung von Preis und Teilnehmerzahl dieser “Maßnahme”.
Man vergewissere sich selbst. Weil das Video leider nicht eingebettet werden kann, hier der Link: Fakt vom 23.08.2010
Mit Entsetzen habe ich gerade gelesen, dass Apple ein neues Patent angemeldet hat. Während ich eigentlich als Nächstes auf die iNuke gewartet habe (besonders ästhetische Explosion), scheint es sich aber um ein Fahrrad zu handeln. Und während Apple ja für einfallsreiche Namensgebungen bei seinen Produkten bekannt ist, kann es sich dabei nur um ein extrem gutaussehendens, völlig überteuertes Fahrrad handeln, das weder Reifen noch Sattel und Lenker besitzt. Anstelle dessen wird Steve Jobs bei der nächsten Kundgebung bekanntgeben, dass diese Teile in den letzten einhundert Jahren bei Fahrrädern maßgeblich überbewertet wurden und das Apple in den nächsten einhundert Jahren für eine Verbesserung sorgen wird, die dann für die User Fahrradfahrer zum kostenpflichtigen Nachrüsten bereitgestellt wird. Wie die Lösung genau aussieht wird er natürlich nicht bekanntgeben. Die Patentanmeldung sieht auf jeden Fall schon mal sehr vielversprechend aus:
Man könnte sagen, es handelt sich um ein Fahrrad. Bei den ersten Auslieferungen wird sich vermutlich herausstellen, dass es aus konstruktionstechnischen Gründen nicht straßentauglich ist.
Das stört die Jünger des Apfels aber nicht. Immerhin hat man gerade mit dem Erwerb Geschichte geschrieben und überhaupt: Wie cool wäre es denn, wenn es in naher Zukunft tatsächlich funktioniert, dass man seine Fahrtdaten untereinander austauschen könnte? Man stelle sich Leute sinnlos durch die Gegend radelnd vor, die plötzlich laut juchzen: “Hört alle mal her. Der Hannes fährt gerade seinen 14. Kilometer bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 22,5 km/h. Das kann ich nämlich hier auf meinem Display sehen. Yippie!”.
Das ist keineswegs Utopie. Schon heute binden sich die Leute ihr Mobiltelefon an den Arm und freuen sich, dass ihre Laufergebnisse in Echtzeit via Facebook veröffentlicht werden.
Letzte Woche erschien im Blog der Wirtschaftswoche ein Artikel über das neue Patent und der Autor schenkt mir Hoffnung. Solange Apple und Konsorten die Akkulaufzeiten von mobilen Endgeräten nicht in den Griff bekommen, werde ich nie erfahren wie lange der Hannes dieses Tempo noch durchgehalten hat. Und das ist gut so.
Wenn man bei Google Maps nach Orten sucht, findet man oft in der linken Navigationsspalte den Punkt “x Hotels in y”, wobei x die Anzahl der Hotels in der Stadt y beschreibt. Es handelt sich dabei um Werbeanzeigen von Hotels. Ich habe da vorher noch nie draufgeklickt. Heute habe ich es probiert.
Man landet auf Seiten wie www.topbookers.com oder www.booking.com. Die ortsansässigen Hotels werden in einer Liste aufgeführt unter der Angabe des Übernachtungspreises. Hat man sich ein Hotel ausgesucht, kann man sich die Details, wie Lage und Ausstattung näher ansehen und von dort aus auch gleich die Verfügbarkeit prüfen und gegebenenfalls buchen.
Aus Urlaubsreisen kennt man Hotelbeschreibungen. Meist sind besondere Attribute des Gasthauses aufgelistet. Zum Beispiel sind die Zimmer in den meisten Fällen mit einem Fernseher ausgerüstet. Ein Haartrockner ist auch oft vorhanden. Wenn den Hotelbetreibern nichts mehr einfällt, steht da gerne auch mal “Wandern”, was nicht unbedingt ein Attribut für das Hotel ist, sondern mehr eine Möglichkeit des Zeitvertreibs in der näheren Umgebung.
Heute habe ich mir bei Google Maps Wolfsburg angesehen und, wie erwähnt, mal die vorgeschlagenen Hotels betrachtet. Fasziniert von den markanten Preisunterschieden wollte ich das teuerste Hotel mit dem günstigsten Hotel anhand seiner Attribute vergleichen. Dort fiel mir ein Attribut auf, das ich so vorher noch nie gesehen hatte.
(Zum Vergrößern bitte ins Bild klicken)
Während man in letzter Zeit ja immer öfter das Attribut “WLAN” bei Hotelangaben liest, habe ich “Gay Friendly” noch nie gelesen. Natürlich habe ich als liberaler Mensch auch nichts dagegen, obgleich es mich ein bisschen verwundert hat. Man müsste eventuell vor Ort mal prüfen, wie sich das so auswirkt.
Natürlich habe ich geprüft, ob sich diese Angabe im Hotelbeschreibungsbusiness schon etabliert hat, musste aber erschrocken feststellen, dass ich die Angabe nur in diesem einen Hotel finden konnte. In Zukunft werde ich auf diese Angabe aber verstärkt achten. Oder mal bei einem Hotel anfragen, ob diese “Ausstattung” vor Ort gegeben ist.
Nach dem Bruch mit Paul Simon im Jahre 1970 wurde es still um den Ausnahmekünstler der 60er Jahre. Heute ist er zeitgemäß als DJ unterwegs. Dabei beeindruckt er mit seinem Enthusiasmus und der ausgeprägten Freude, mit der er ans Werk geht.
Nur um den neuen Vuvuzela-Button auf Youtube zu testen, habe ich gerade nach Bienen-Videos gesucht. Der Titel “Bienen-Attacke” klang vielversprechend, stellte sich aber im Nachhinein als Farce heraus. Vermutlich sollte ein ähnlicher Hit produziert werden wie “Wo bist du mein Sonnenlicht” vor ein paar Jahren. Doch dann kam die Biene. Man höre selber.
Talent klingt anders. Ich empfehle, dieses Video direkt bei youtube zu sehen und den Vuvuzela-Button (kleiner Fußball am unteren Rand des Videos) sofort nach Start des Videos zu aktivieren, so dass man den Gesang nicht mehr hören kann.